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Ewoks – Kampf um Endor ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film, welcher im Jahr 1985 unter der Regie von Jim Wheat und Ken Wheat produziert wurde. Der Film ist die direkte Fortsetzung von Ewoks – Die Karawane der Tapferen und behandelt daher die Abenteuer der Ewoks. Die Handlung spielt zeitlich zwischen den Filmen Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter, sowie vor der Ewoks-Zeichentrickserie.

Der Film wurde ursprünglich als Spielfilm für das amerikanische Fernsehen produziert. Seine Premiere feierte er am Samstag, den 24. November 1985 im Abendprogramm des TV-Senders ABC. In Deutschland wurde der Film wie schon sein Vorgänger ab 6. November 1986 sogar in den Kinos aufgeführt.

Handlung

Angriff der Marauder

Der Film spielt einige Monate nach Die Karawane der Tapferen im Jahr 3 NSY. Als die Reparaturarbeiten an dem Raumschiff der Familie Towani fast abgeschlossen sind und Jeremitt Towani, der Vater von Mace und Cindel, die letzten Vorbereitungen für den Abflug von Endor trifft, wird die Gruppe von wilden Maraudern vom Planeten Sanyassa angegriffen. Die Marauder mussten während ihrer Reise ebenfalls mit ihrem Schiff auf Endor notlanden und töten nun unter der Führung von Terak und der Nachtschwester Charal zahlreiche Ewoks. Auch Catarine Towani, Jeremitt und ihr Sohn Mace fallen dem Angriff zu Opfer, sodass die noch junge Cindel innerhalb kürzester Zeit zu einem Waisenkind wird. Während die überlebenden Ewoks zum Schloss der Marauder gebraucht werden, gelingt Cindel zunächst die Flucht, wird aber dann von Charal gefangen genommen und ebenfalls zum Schloss verschleppt.

Nachdem Cindel im Schloss auf ihren Ewok-Freund Wicket Warrick stößt, gelingt in gemeinsam die Flucht aus dem Schloss, wobei sie sich anschließend in einen nahe gelegenen Berg zurückziehen, um ihren verfolgenden Maraudern zu entkommen. Wicket plant, mit einem selbst gebautem Handgleiter die Flucht aus der anderen Seite der Höhle. Zwar treffen sie auf ein drachenähnliches Ungeheuer in der Höhle, das die beiden angreift, doch können sich Wicket und Cindel wieder befreien und erfolgreich aus der Höhle fliehen. Am darauffolgenden Tag treffen Cindel und Wicket auf Teek, der die beiden zur Unterkunft eines auf Endors gestrandeten Menschen namens Noa Briqualon bringt. Zunächst scheint Noa ungehalten über die Fremden in seinem Haus, doch nachdem er die Verzweiflung von Cindel und Wicket erkennt, entschuldigt er sich und bietet ihnen seine Hilfe an.

Die Nachtschwester Charal versucht unterdessen im Schloss der Marauder, Energie aus einer Energiezelle zu gewinnen, die sie während des Angriffs aus dem Raumschiff der Familie Towani entwendet hatte. Da sie jedoch scheitert, erhält sie von Terak die Anweisung, nach Cindel zu suchen. Er glaubt nämlich, dass Cindel die Energie, welche von dem Marauder als „die Macht“ beschrieben wird, freisetzen kann.

Kampf um die Energiezelle

Wicket und Cindel erfahren, dass Noa ein eigenes Raumschiff besitzt, das er bereits seit Jahren wieder instandsetzt. Noa verrät den beiden, dass er und sein Freund Salak vor vielen Jahren auf Endor notlandeten. Zwar versuchten sie, das Schiff wieder flugtauglich zu machen, doch war der Kristall für den Antrieb beim Absturz zerstört worden. Anschließend begab sich Salak auf die Suche nach einer neuen Energiezelle, doch kehrte er niemals wieder zurück. Zwar ist das Schiff nun wieder intakt, aber Noa fehlt es an Energie für den Antrieb. Er benötig jene Energiezelle, die Terak von Cindels Raumschiff gestohlen hat.

Am Morgen des nächsten Tages wird Cindel von einem Lied geweckt, das ihre Mutter zu Lebzeiten gesungen hatte. Sie folgt dem Gesang und ehe sie sich versieht, steht Cindel der Nachtschwester Charal gegenüber, die das junge Mädchen überwältigt und gefangen nimmt. Sie wird zum Schloss der Marauder verschleppt, wo sie „die Macht“ aus der Energiezelle freisetzen soll. Zu Teraks Ärger kann auch Cindel nichts mit der Energiezelle anfangen und so sperrt er sie in die Gefängniszelle der Ewoks. Währenddessen haben sich Noa, Wicket und Teek bereits auf den Weg gemacht, um Cindel zu retten. Im Schloss angekommen, befreien sie Cindel und die Ewoks aus ihrem Gefängnis und entkommen anschließend durch ein Loch in der Wand, das Noa gesprengt hat. Während der Flucht übergibt Cindel Noa die Energiezelle, mit der sie in der Zelle eingesperrt wurde. Gemeinsam versuchen sie so schnell wie möglich Noas Raumschiff zu erreichen, um es dann mit Cindels Energiezelle zu starten. Eine Gruppe von Maraudern, die Cindel bis zu Noas Unterkunft gefolgt war, können von den Ewoks so lange zurückgehalten werden, bis Noa sein Schiff zum Laufen bringt und er die Marauder mit den Laserkanonen des Schiffs selbst bekämpfen kann.

Als Cindel versucht, Wicket aus den Fängen der Marauder zu befreien, wird sie selbst von Terak gefangen genommen. Es kommt zum Kampf zwischen Terak und Noa, wodurch Cindel zwar freigelassen, aber Noa beinahe getötet wird. Nun mischt sich auch Wicket in den Kampf ein und trifft mit seiner Steinschleuder direkt den Ring um Teraks Hals. Dieser Ring gehört eigentlich Charal, doch Terak nahm ihn ihr ab, um zu verhindern, dass die Nachtschwester ihre Form verändern kann. Terak verbrennt schließlich aufgrund der Kraft des Rings, der nun wieder in den Besitz von Charal übergeht. Zuletzt verlassen Noa und Cindel den Waldmond mit dem Raumschiff.

Entstehungsgeschichte

Da der erste Teil Die Karawane der Tapferen von großem Erfolg gekrönt war und dem TV-Sender ABC am Tag der Fernsehpremiere eine Einschaltquote von über 65 Millionen Zuschauern bescherte, beschloss George Lucas, auch einen zweiten Teil zu produzieren. Nachdem er sich auf Empfehlung des Regisseurs Steven Spielberg den Film Lies angesehen hatte, engagierte er die Brüder Jim und Ken Wheat mit der Regie von Kampf um Endor. Lucas selbst fungierte wie auch schon bei Die Karawane der Tapferen als ausführender Produzent.

Nahezu alle bekannten Schauspieler aus dem ersten Teil konnten auch für den Nachfolgefilm gewonnen werden. Lediglich die Rolle des Jeremitt Towani, der in Karawane der Tapferen von Guy Boyd dargestellt wurde, musste mit Paul Gleason neu besetzt werden. Während der Dreharbeiten besuchte sogar der US-amerikanische Pop-Sänger Michael Jackson das Set, um in Zusammenarbeit mit Lucasfilm und Disney einige Aufnahmen für den Kurzfilm Captain Eo zu drehen. Für die fotografischen Spezialeffekte war Industrial Light & Magic zuständig, das sich bei Kampf um Endor ein letztes Mal der zeitraubenden Stop-Motion-Animationstechnik bediente. Obwohl die weiterentwickelte Go-Motion-Technik bereits in den frühen 1980er angewandt wurde, wurde es nicht für Kampf um Endor eingesetzt, da es noch zu kostspielig war.

Weblinks

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