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Kanon

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„Fühlen, nicht denken. Nutze deinen Instinkt.“
— Qui-Gon Jinn zu Anakin Skywalker (Quelle)

Qui-Gon Jinn war ein Jedi des alten Ordens zur Zeit der Galaktischen Republik. Er wurde wie jeder Jedi schon als kleines Kind in den Jedi-Tempel gebracht und später von Dooku als Padawan angenommen. Nachdem er seine Ausbildung bei Dooku beendet hatte, nahm er Obi-Wan Kenobi als Schüler an.

Kurz vor seinem Tod wurde er zur Aufklärung einer Blockade des Planeten Naboo entsandt. Während sie die Königin, Padmé Amidala, nach Coruscant bringen wollten, mussten sie auf Tatooine notlanden, wo er auf den Jungen Anakin Skywalker traf, den er für den Auserwählten hielt. Er nahm ihn mit nach Coruscant. Vom Jedi-Rat wurden Qui-Gon und Obi-Wan zurück nach Naboo geschickt, wo Qui-Gon im Kampf mit dem Sith Darth Maul starb. Vor seinem Tod versprach ihm Obi-Wan, Anakin auszubilden. Nach seinem Tod erlangte er das ewige Leben, was er Yoda zum Ende der Klonkriege zu erkennen gab.

Biografie

Blockade von Naboo und Tod

„Diese Föderationsvertreter sind allesamt Feiglinge. Die Verhandlungen werden nicht lange andauern.“
— Qui-Gon Jinn zu Obi-Wan (Quelle)

Auf Wunsch des obersten Kanzlers Finis Valorum reisten Qui-Gon und Obi-Wan im Jahr 32 VSY nach Naboo, um mit der Handelsföderation zu verhandeln. Diese hatte eine Blockade um Naboo errichtet. Die beiden Jedi wurden von einem Konsulatsschiff zu dem Droidenkontrollschiff gebracht, wo ein Treffen mit dem Vizekönig Nute Gunray stattfinden sollte. Dieses Treffen fand jedoch nicht statt, stattdessen wurde das Zimmer, indem sich die Jedi befanden, mit Giftgas gefüllt und anschließend wurden sie von Kampfdroiden angegriffen. Nachdem diese Bedrohungen abgewehrt waren, versuchten sie, zur Brücke zu gelangen. Daran wurden sie von zwei Droidekas gehindert und sie mussten durch einen Lüftungsschacht fliehen, welcher sie in einen Hangar führte, in dem die Invasionsflotte vorbereitet wurde. Sie schlichen sich an Bord eines Landungsschiffes und gelangten so nach Naboo.

Qui-Gon Jinn2

Qui-Gon

Dort rettete Qui-Gon einem Gungan namens Jar Jar Binks das Leben, worauf dieser eine Lebensschuld bei dem Jedi hatte. Binks brachte sie nach Otoh Gunga, der Hauptstadt der Gungans. Dort konnte Qui-Gon Boss Nass, den Anführer der Gungans, mithilfe der Macht davon überzeugen, ihnen ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen, mit dem sie nach Theed, die Hauptstadt der Naboo, gelangten. Sie konnten die Königin aus den Fängen der Neimoidianer retten und sie überreden, mit nach Coruscant zu kommen.

Da der Hyperantrieb ihres Schiffs beim Durchbruch der Blockade schwer beschädigt worden war, mussten die Flüchtigen auf dem Wüstenplaneten Tatooine landen. Dort angekommen machten sich Qui-Gon, Jar Jar Binks und Padmé Amidala, angeblich eine Dienerin der Königin, auf den Weg nach Mos Eisley um einen Ersatz für ihren Hyperraumantrieb zu finden. Im Trödelladen des toydarianischen Schrotthänders Watto wurden sie schließlich fündig, allerdings war Watto nicht bereit, ihre Credits zu akzeptieren, da diese auf Tatooine nichts wert waren. Ein Sklave des Schrotthändlers, Anakin Skywalker, bot ihnen ein Quartier, um dem aufkommenden Sandsturm zu entkommen. Der Junge bot ihnen an, bei einem Podrennen mitzumachen, damit sie mit dem Gewinn das Ersatzteil besorgen könnten. Qui-Gon nahm das Angebot an, da er in Anakin etwas Besonderes sah. Er sandte eine Blutprobe des Jungen an Obi-Wan, wodurch er erfuhr, dass Anakin den höchsten jemals gemessenen Wert an Midi-Chlorianern hatte. Qui-Gon vermutete, dass es sich bei ihm um den Auserwählten der Jedi-Prophezeiung handeln könnte. Indem er mit Watto auf den Ausgang des Rennens, dass Anakin gewann, abschloss, gelang es Qui-Gon, das Ersatzteil zu besorgen und den Jungen aus der Sklaverei zu befreien. Als er mit ihm zu ihrem Schiff ging, wurde Qui-Gon von einem Kämpfer mit einem Lichtschwert angegriffen, bei dem er vermutete, dass es sich um einen Sith-Lord handelte. Er entkam ihm und sie kehrten nach Coruscant zurück, wo Qui-Gon dem Rat von seinen Vermutungen berichtete. Außerdem stellte er ihnen Anakin vor, doch der Rat lehnte es ab, ihn auszubilden. Qui-Gon beharrte darauf, ihn ausbilden zu wollen, woraufhin der Rat die Entscheidung vertagte, da Qui-Gon und Obi-Wan nach Naboo zurückkehren sollten.

Darth maul blocking qui-gon

Qui-Gon im Kampf gegen Darth Maul.

Auf Naboo arbeiteten sie mit Panaka, dem Führer der Sicherheitskräfte der Naboo, und den Gungans einen Plan aus, um die Invasion der Handelsföderation zu beenden. Die Gungans sollten die Droidenarmee beschäftigen, während die Naboo mit den Jedi in den Palast eindringen würden um die Piloten zu befreien, die das Droidenkontrollschiff zerstören sollten, woraufhin die Kampfdroiden deaktiviert wären. Im Palast begegneten Qui-Gon und Obi-Wan erneut dem vermeintlichen Sith, Darth Maul, gegen den sie nun zu zweit antraten. Dem Sith gelang es, die beiden zu trennen, sodass Qui-Gon allein mit ihm kämpfte. Aufgrund seines inzwischen recht hohen Alters konnte Qui-Gon nicht mit seinem jungen Gegner mithalten und wurde von diesem getötet. Obi-Wan konnte den Sith schließlich bezwingen. Kurz vor seinem Tod nahm Qui-Gon seinem Padawan das Versprechen ab, dass dieser Anakin ausbilden würde.

Qui-Gon Verbrennung

Qui-Gons Verbrennung

Nachdem Naboo von der Handelsföderation befreit worden war, wurde Qui-Gons Leichnam in einer großen Zeremonie verbrannt.[1][2]

Leben in der Macht

Qui-Gon Jinn: „Du bist stark und mächtig geworden, genau wie ich erwartet habe.“
Anakin Skywalker: „Meister!“
Qui-Gon Jinn: „Glaubst du, du bist der Auserwählte?“
Anakin Skywalker: „Woher soll ich das wissen?“
Qui-Gon Jinn: „Ich kann dir sagen, was ich glaube. Ich glaube du bringst die Macht ins Gleichgewicht. Du stellst dich deinen Dämonen und rettest das Universum.“
— Qui-Gon erscheint Anakin auf Mortis. (Quelle)

Von einem alten Orden der Whills hatte Qui-Gon gelernt, eins mit der Macht zu werden und dennoch sein Bewusstsein zu behalten.[4] So beobachtete er die Entwicklung von Anakin und sah, wie dieser die Tusken-Räuber umbrachte. Yoda, der zu diesem Zeitpunkt meditierte, hörte seinen Schrei in der Macht.[3] Während den Klonkriegen erschien Qui-Gon seinem Schüler, Obi-Wan, in einer Kristallhöhle auf dem mysteriösen Planeten Mortis als Machtgeist. Er fragte ihn, ob er Anakin nach seinem Wunsch ausgebildet habe. Er sagte, dass er Anakin immer noch für den Auserwählten hielte und, dass Anakin auf Morits entweder erkennen würde dass er es ist, oder die Macht für ihn gefährlich werden würde. Wenige Zeit später erschien Qui-Gon Anakin und riet ihm seinen Instinkten und seiner Ausbildung zu vertrauen. Später brachte er auch Yoda in dessen Exil auf Dagobah die Techniken der Whills bei.

Ausbildung von Yoda

Erste Begegnungen mit Yoda

Qui-Gon Jinn: „Ich bin es, Qui-Gon Jinn.“
Yoda: „Das nicht möglich ist, tot du bist.“
— Yoda und Jinn kommunizieren miteinander (Quelle)
Stimmen8

Qui-Gon Jinn spricht zum ersten Mal nach seinem Tod mit Yoda.

Während Yoda in seinem Quartier meditierte, hört er plötzlich die Stimme seines ehemaligen Schülers Qui-Gon Jinn in Form eines leisen „Yoda“. Zuerst verwechselte Yoda Jinn mit einem einfachen Besucher, doch der Tote berichtigte ihn und stellte sich vor. Zuerst glaubte der Meister ihm nicht, doch Jinn war überzeugend und demonstrierte sein „Leben“ anhand kleinen Aktionen. Bei diesen hob er das Mobiliar von Yodas Kammer mit der Macht auf und ließ selbst den Meister durch die Luft schweben. Danach glaubte Yoda an Jinns Existenz. Als er den Sachverhalt dem Hohen Rat der Jedi darlegte, zweifelten die Ratesmitglieder am Geisteszustand Yodas und die Tatsache, dass sich auch in einer Gruppenmeditation Jinn nicht mehr hören ließ, bestärkte die Jedi in ihrem Beschluss, Yoda untersuchen zu lassen. Die führende Heilerin Rig Nema schlug während den Untersuchungen vor, einen Reizentzug durchzuführen, um in einer Meditation in tiefere Schichten der Macht einzudringen.[5]

„Es ist einer der reinsten Planeten der Galaxis“
— Jinn über Dagobah. (Quelle)

Yoda stimmte dem Vorschlag zu, und während der Reizentzugsbehandlung hörte er tatsächlich wieder Jinns Stimme. Diese befahl ihm nach Dagobah zu reisen, wo er Antworten auf seine Fragen finden würde und lernen konnte, nach dem Tod mit den Lebenden zu kommunizieren. Daher flüchtete Yoda aus dem Tempel und brach mit R2-D2 und seinem eigenen Abfangjägerprototypen zur Sumpfwelt auf. Auf Dagobah vernahm er schließlich wieder Qui-Gons Stimme. Diese führte in durch den dichten Wald und erzählte ihm von der Macht. Jinn erwähnte das Zusammenspiel zwischen der Lebendigen und der Kosmischen Macht, schlussendlich schickte er den Meister in eine Höhle, in welcher er Visionen über künftige Ereignisse erhielt. Nach diesen brach Yoda kraftlos vor der Höhle zusammen, und Jinn musste ihn wieder wecken. Schließlich schickte er den Großmeister weiter der Macht zu folgen, welches ihn weiter zu einem unidentifizierten Planeten brachte.[5]

Yodas Vision

Schicksal11

Yoda sieht Qui-Gon Jinn in der Menge.

Qui-Gon Jinn erschien in den späteren Klonkriegen in einer Vision Yodas, welche von den Machtpriestern als Prüfung gedacht war. In der Vision wurde er von Katooni auf die Dachterrasse des Jedi-Tempels geführt. Dort waren viele Jedi, darunter auch der Meister, welcher etwas abseits mit Dooku und seinem Schüler Obi-Wan Kenobi stand, versammelt. Yoda gesellte sich zu seinen Freunden, doch erst als er sich den dreien näherte bemerkte er Dooku. Der Großmeister ging sofort in Kampfstellung, doch die Vision stellte nur den idealtypischen Zustand des Jedi-Ordens ohne Krieg dar, daher war Yodas alter Schüler noch nicht zu den Sith übergelaufen. Dooku erzählte Yoda, dass er Jinn und Kenobi von ihrer Begegnung auf Kashyyyk mit einem Terentatek erzählt hatte, und der Großmeister beruhigte sich. Als Dooku aufrief, sich unter dem alten, knorrigen Baum der Terrasse zu versammeln, ging Jinn mit seinen Jedi-Gefährten, Yoda aber blieb zurück, da er erkannt hatte, dass er geblendet durch seine Glückseligkeit die Illusion nicht bemerkt hatte. Daher erschlug Dooku seinen Meister, welcher dadurch in die „reale“ Welt zurückkatapultiert wurde. Dort gratulierten ihm die Machtpriesterinnen zu seiner bestanden Prüfungen.[6]

Beziehungen

Anakin Skywalker

Qui-Gon traf Anakin auf dessen Heimatplaneten Tatooine, wo er zum damaligen Zeitpunkt ein Sklave war. Er spürte, dass der Junge etwas Besonderes war und entnahm ihm eine Blutprobe, die Obi-Wan analysieren sollte. Dadurch erfuhr er, dass Anakin den höchsten jemals gemessenen Midi-Chlorianwert hatte. Er vermutete, dass es sich bei ihm um den Auserwählten handelte und er nahm ihn mit nach Coruscant, wo er versuchte, den Rat der Jedi davon zu überzeugen, ihn auszubilden. Als der Rat ihn ablehnte, wollte Qui-Gon ihn selbst als Padawan nehmen, wodurch die Entscheidung vertagt wurde. Auf dem Weg zurück nach Naboo beantwortete Qui-Gon geduldig die Fragen Anakins und wies ihn an, ihn genau zu beobachten. Als es auf Naboo zu Kampfhandlungen kam, befahl er Anakin, sich zu verstecken, da er um die Sicherheit des Jungen besorgt war. Kurz vor seinem Tod bat er Obi-Wan, Anakin auszubilden.[1][2]

Hinter den Kulissen

Liamneeson

Liam Neeson.

  • Qui-Gon Jinn wird in Episode I – Die dunkle Bedrohung von Liam Neeson dargestellt, welcher Qui-Gon Jinn auch in Episode II – Angriff der Klonkrieger und The Clone Wars synchronisierte.
  • Liam Neeson war zum Zeitpunkt des Drehs von Die dunkle Bedrohung 17 Jahre jünger als Qui-Gon Jinn.
  • In einer früheren Version des Drehbuchs von Die dunkle Bedrohung sollte sich Qui-Gon Obi-Wan erst später anschließen, sodass dieser die Verhandlungen auf dem Schiff der Föderation alleine geführt hätte.
  • Qui-Gons Nachname, Jinn ist im Deutschen ein Synonym des Wortes Dämon.
  • In einer Szene aus Angriff der Klonkrieger kann Yoda während einer Meditation seine Stimme „Anakin? NEIN!“ schreien hören, während Anakin aus Rache für seine gestorbene Mutter ein ganzes Dorf der Sandleute ausrottete.
  • Es gibt eine chinesische Meditationsform Qigong
  • Qi bedeutet im Daoismus Macht bzw. eine alles durchfließende Energie
  • In dem Hörspiel Dark Lord nahm Qui-Gon Jinn Kontakt zu Obi-Wan auf.
  • Auch in Episode III – Die Rache der Sith sollte es ursprünglich eine Szene geben, in der Yoda einen Dialog mit Qui-Gon führt. Die entsprechende Szene ist im Episode-III-Drehbuch (Qui-Gons Part wurde nie aufgenommen):

Szene 222: Polis Massa-Beobachtungskuppel - Nacht

Auf dem abgelegenen Asteroiden Polis Massa meditiert Yoda.

YODA: Die Sith aufzuhalten, mir nicht gelungen ist. Noch viel zu lernen, es gibt...

QUI-GON: (Stimme) Geduld. Ihr werdet Zeit haben. Ich hatte keine. Als ich eins mit der Macht wurde, machte ich eine große Entdeckung. Mit meiner Ausbildung wird es Euch gelingen, nach Eurem Willen in die Macht einzugehen. Euer körperliches Selbst wird verblassen, doch Ihr werdet Euer Bewusstsein bewahren. Ihr werdet mächtiger werden als jeder Sith.

YODA: Ewiges Bewusstsein.

QUI-GON: (Stimme) Die Fähigkeit, dem Vergessen zu widerstehen, kann erlangt werden, doch nur für einen selbst. Einem Schamanen der Whills ist es gelungen. Es ist ein Zustand, der durch Mitgefühl zu erreichen ist, nicht durch Gier.

YODA: ...eins zu werden mit der Macht und noch Einfluss zu besitzen... eine Macht, größer als jede andere, dies ist.

QUI-GON: (Stimme) Ihr werdet lernen, alles loszulassen. Keine Bindungen, kein Gedanke an euch selbst. Kein körperliches Selbst.

YODA: Ein großer Jedi-Meister seid Ihr geworden, Qui-Gon Jinn. Euer Schüler, ich dankbar werde.

Yoda denkt einen Moment darüber nach, dann betritt Bail Organa den Raum und stört Yodas Meditation.

BAIL ORGANA: Entschuldigt, Meister Yoda. Obi-Wan Kenobi hat Kontakt zu uns aufgenommen.

  • Konzeptzeichnung für Qui-Gon Jinn für seinen "Geist"-Auftritt in The Clone Wars:
Qui gon clone wars

Quellen

Einzelnachweise


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