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Ranater

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Ranater
Ranater.jpg
Allgemeines
Heimatwelt:

Rydar II[1]

Kolonien:
Merkmale:

große Nagezähne im Unterkiefer[1]

Klasse:

Rodentoiden[1]

Ernährungstyp:

omnivor[1]

Durchschnittliche Lebenserwartung:

20 Standardjahre

Beschreibung
Durchschnittliche Größe:

1 Meter[1]

Haarfarbe:

schmutziggelb bis rostbraun[1]

Augenfarbe:

schwarz

Weitere Daten
Bekannte Individuen:

Ranater sind eine nagetierähnliche Spezies, die ursprünglich vom Planeten Rydar II stammt. Obgleich sie nur als „semi-intelligent“ gelten, werden sie unter die Spezies gezählt.

Beschreibung

Körperbau

Die Ranater sind etwa einen Meter große, aufrecht zweibeinig gehende Nagetierähnliche, deren sehniger Körper bis auf den wurmartigen Schweif mit schmutziggelbem bis rostbraunem Fell bedeckt ist. Der Körper ist dünn und zum Teil abgeplattet. Aus der gelblichen Nase ragen nach beiden Seiten tiefschwarze Schnurrhaare heraus. Die Augen sind klein, rund und schwarz, die rosafarbenen, unbehaarten kleinen Ohren tragen sie zumeist angelegt. Besonders auffällig sind die beiden Nagezähne, die säbelartig aus dem Unterkiefer hervorragen. Diese Zähne wachsen von der Pubertät an mit einer Geschwindigkeit von einem Zentimeter je Standardstunde. Nagen regt die Hormondrüsen in den Kiefern der Ranater an, was zu einem verstärkten Zahnwachstum führt. Damit die Nagezähne nicht übermäßig lang werden, müssen Ranater sie durch ständiges Nagen abnutzen, was wiederum zu neuer Hormonausschüttung führt – ein Teufelskreis.[1]

Arme und Beine der Ranater sind kurz und muskulös, sie enden in geschickten, klauenbewehrten Händen und Füßen. Ihr Schweif ist lang und wurmartig ausgebildet.[1]

Lebensweise

Ihre Behausungen bauen Ranater unter der Oberfläche, indem sie ihre Nagezähne dazu benutzen, Boden und Steine beiseite zu räumen. Jeder Stamm, der etwa 100 Mitglieder umfasst, baut und verteidigt seine Stadt selbst. Eine solche Stadt zieht sich als mehrstöckiges Labyrinth unter der Oberfläche hin und kann mehr als 50 Kilometer Tunnel umfassen. Aus Sicherheitsgründen gibt es mehrere Ausgänge, die mit Blättern und Zweigen getarnt werden. Als Wohnräume dienen große Schlafkammern, Kinderstuben und Kantinen. Andere Kammern dienen als Vorratsräume oder Mülldeponien. Die komplizierten Tunnelsysteme dienen nicht allein dazu, die Räume miteinandeer zu verbinden, sondern haben auch eine Verteidigungsfunktion. Die Bewohner kennen sich in diesem Labyrinth sehr gut aus, während Eindringlinge sich verirren und in Hinterhalte gelockt werden können, wo sie von den Einheimischen zu Tode gesteinigt und anschließend verzehrt werden.[1]

Ranater entwickeln keinerlei familiäre Bindungen. Weibliche Angehörige der Spezies haben zweimal im Jahr „Saison“ und paaren sich in dieser Zeit mit so vielen Ranater-Männern wie nur möglich. Etwa 120 Standardtage später gebären sie drei bis sechs junge Ranater, die sofort in einer Kinderstube abgegeben werden. Dort versorgen alle weiblichen Ranater die Kinder umschichtig, wobei dies allein in der Nahrungsgabe besteht. Das erlaubt es den Frauen, so oft und so lange wie möglich auf der Oberfläche zu jagen und zu kämpfen, wobei die Kinder den Tod einer Mutter nicht als Verlust empfinden, da sie von allen Ranater-Frauen gemeinschaftlich aufgezogen werden.[1]

Sobald die jungen Ranater das Säuglingsalter hinter sich gelassen haben und ihre Hände und Füße zum Greifen fähig sind, verlassen sie die Kinderstube und beginnen, die Oberfläche zu erkunden. Bis zum Eintritt der Pubertät vergnügen sich Ranater damit, einander zu stoßen, zu treten und zu schlagen. Erwachsene Ranater greifen hier nur selten ein, und Todesfälle unter den Jungendlichen sind dabei nichts Ungewöhnliches. Dies hat jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Bevölkerungsentwicklung der Ranater.[1]

Ranater ernähren sich von fast allem, bevorzugen jedoch Fleisch. Ihre beliebteste Jagdbeute ist das seltene Roba, ein riesiges, schweineartiges Tier, das von ihnen in Gruppen zu fünft oder mehr gejagt wird. Ist ein Roba gestellt, so beginnen die Ranater mit einem Hau-drauf-Angriff, bei dem sie jeder ein Stückchen Fleisch aus dem Körber des Tieres reißen, bis dieses geschwächt zu Boden geht. Hierauf fällt die gesamte Rotte über das Tier her, isst sich satt und bringt die Reste in die unterirdische Stadt, wo sie eingelagert werden. Diese Gier nach Fleisch, vor allem dem von Säugetieren, hat die Fauna von Aralia verarmen lassen.[1]

Eine heimkehrende und von der Jagd erschöpfte Jägergruppe wird oft von Angehörigen eines anderen Stammes überfallen, was zu tödlichen Auseinandersetzungen führt. Die Überlebenden einers solchen Kampfes organisieren dann für gewöhnlich einen Rachefeldzug, um ihre Ehre wiederherzustellen. Solche Rachefeldzüge stellen wichtige gesellschaftliche Ereignisse dar, nur wenige Angehörige eines Stammes nehmen wirklich daran teil, doch alle helfen diesen bei den Vorbereitungen.[1]

Im Alter von drei Standardjahren werden Ranater geschlechtsreif, ihre mittlere Lebenserwartung liegt bei 20 Standardjahren.[1]

Wesen

Ranater sind äußerst aggressiv und verschlagen, verfügen dabei jedoch über keinerlei nennenswerte Intelligenz, sondern handeln stets nach ihrem Instinkt.[2] Es wäre jedoch ungerecht, an Ranater dieselbe Messlatte anzulegen wie an andere Spezies, denn sie haben noch nicht jene höheren geistigen Fähigkeiten entwickelt, die es anderen intelligenten Wesen möglich machen, komplexe Gefühle zu hegen. Stattdessen konzentrieren Ranater sich ausschließlich auf Nahrung. Alle anderen Tätigkeiten, auch Kriegsführung und soziale Kontakte, sind für sie nur insofern von Bedeutung, als sie zum Nahrungserwerb beitragen. Insbesondere ist ihnen die Idee des Aufgebens unbekannt, sie fliehen entweder aus einem Kampf oder kämpfen bis zum Tod. Ranater lernen einfache Technologien sehr schnell, tun sich hingegen mit komplexen Konzepten sehr schwer.[1]

Sprache und Kultur

Sie sprechen ihre eigene, einfache Sprache und geraten auf Tatooine öfter mit Tusken-Räubern aneinander.[2] Den Namen „Ranater“, den andere Spezies ihnen beigelegt haben und der auf ihr nagetierähnliches Erscheinungsbild anspielt, lehnen sie zutiefst ab, sie nennen sich in ihrer eigenen Sprache Con Queecon, was soviel wie „Eroberer“ bedeutet.[1]

Eigene Technologie haben die Ranater nie entwickelt, nur etwa ein Prozent von ihnen haben sich Technologien zunutze gemacht, die sie bei Kopfgeldjägern oder Söldnern „fanden“, welche sich nach Aralia verirrt hatten – doch diese wenigen wurden wirklich gefährlich.[1]

Geschichte

Die Ranater entwickelten sich auf Rydar II, doch einige Jahrhunderte vor der Schlacht von Yavin versuchte die dort ansässige menschenähnliche Bevölkerung – abgestoßen durch den Hang der Ranater, menschliche Säuglinge zu verspeisen – sie auszurotten. Drei Überlebende der beinahe gelungenen Ausrottung gelangten nach Aralia und vermehrten sich dort wieder. Diese drei Überlebenden – zwei männliche und ein weiblicher Ranater – hatten sich, der Legende zufolge, auf einem Gewürz-Schmugglerschiff verborgen, das auf Rydar II gestrandet war, und vollführten eine Bruchlandung auf Aralia, nachdem sie die Mannschaft des Schiffes verschlungen hatten. So besiedelten sie die Dschungelgebiete dieses Planeten, und als später die Bevölkerungszahl anwuchs, zogen sie immer höher hinauf in die Berggebiete, bis sie jene Regionen erreichten, in denen auch Schnee fällt.[1]

Bis in die Zeit des Imperiums waren alle Ranater-Stämme untereinander verfeindet, so etwas wie Zusammenwirken gab es nicht. Dies änderte sich schlagartig um 2 VSY, als einige gewitzte Unternehmer versuchten, auf Aralia einen Freizeitpark zu errichten. Sie trafen auf die höhlengrabenden Ranater und versuchten, mit Hilfe von Kammerjägern dem „Ungeziefer“ – wie sie es sahen – Herr zu werden. Daraufhin rotteten sich die Ranater zusammen und machten ihrerseits den vermeintlichen Schädlingsbekämpfern den Garaus. In der Folge waren die imperialen Behörden in einer rechtlichen Zwickmühle, verbot es doch das imperiale Gesetz, eine intelligente Spezies, die nicht ausdrücklich „unerwünscht“ war, auszurotten, und die offizielle Erlaubnis für eine solche Ausrottung war außerordentlich schwer zu erlangen. Um nun Umweltschützer abzulenken und die Neugier seiner Vorgesetzten nicht auf sich zu ziehen, erkärte der zuständige Gouverneur des Sektors die Ranater für „semi-intelligent“. Damit waren ihnen Eigentumsrechte versagt und die Erlaubnis gegeben, sie in Notwehr zu töten – wobei der Begriff „Notwehr“ sehr weit ausgelegt werden konnte. Die Ranater führten ihren Kampf fort, was zu einer weiteren Bestimmung führte, die verbot, Ranater zu bewaffnen. Das imperiale Militär prüfte jedoch die Möglichkeit, Söldnergruppen aus Ranatern einzusetzen.[1]

Quellen

Einzelnachweise

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